Typologie

Modul. Flexibilität in der Zuordnung | 1/2

Wenn Räume ohne baulichen Aufwand unterschiedlich kombinierbar sind, können die Wohnungsgrößen an den Bedarf angepasst werden.

Je nach Eigentums- und Besitzverhältnissen kann unterschiedlich geregelt werden, wie die Räume dafür verfügbar bleiben.

  • Schaltraum

    Schalträume können verschiedenen Wohneinheiten flexibel zugeordnet werden.

  • Einlieger

    Eine kleinere Wohnung, mit eigenem Sanitärbereich und Eingang, ist mit der Hauptwohnung verbunden oder davon unabhängig nutzbar.

  • Shared Space

    Flächen außerhalb privater Rückzugsräume können gemeinschaftlich genutzt oder von einzelnen Nutzer*innen belegt werden, als temporäre Erweiterung des individuellen Wohnraums.

    Auch eine Vermietung an externe Personen oder als Angebot für das Quartier ist denkbar.

Schaltraum

mit Verbindung innerhalb der Wohnung

Überbauung Hellmutstraße, Zürich

(CH) Hellmutstraße | Genossenschaft

Hellmutstraße, Grundriss Wohnung mit Schaltzimmer, farbig markiert

Enfilade

3 Wohnungen mit je eigenem Zugang aus dem Laubengang können verbunden werden, in dem die optionalen Verbindungstüren geöffnet werden

Je nach Zuordnung der beiden Schaltzimmer entstehen dabei unterschiedlich große Wohnungen.

Wohnen im Pferdestall

Pferdestall | Wohneigentum

Wohnen im Pferdestall, Grundriss mit Schaltzimmer, farbig markiert

Gartenzimmer

Stadthaus mit ebenerdiger Einliegerwohnung

Das mittlere Zimmer kann den beiden Wohnungen variabel zugeordnet werden. Es ist auch vom Garten aus zugänglich.

San Riemo, Fassade zur Straße

San Riemo | Genossenschaft

San Riemo, Konzept Nukleus-Wohnen

Nukleuswohnen

Jeder Haushalt verfügt über einen privaten Wohnungskern (Nukleus) aus Wohnen – Kochen – Bad.

Dieser Kernbereich soll  einem Haushalt über die gesamte Dauer des Lebens im Haus fest zugeordnet sein. Die Individualräume können flexibel zugeschaltet werden.

nur Verbindung außerhalb der Wohnung

Räume, die vom allgemeinen Treppenraum aus zugänglich sind, können beliebigen Wohnungen im Haus zugeordnet werden.

Die Räume können auch gemeinschaftlich genutzt werden oder individuellen Nutzer*innen nur temporär zur Verfügung gestellt werden.

Ohne interne Verbindungstüre  ist der notwendige Schall- und Brandschutz zwischen den Wohnungen einfacher zu erfüllen.

(CH) Heizenholz | Genossenschaft

Grundriss, Flexzimmer farbig markiert

Flexraum oder Jokerzimmer

Flexibel zuordenbare Räume sind im gemeinschaftlichen Hausflur nahe der Treppe angeordnet.

Freihampton, Pläne Wettbewerb - Ansichten

Freihampton | Genossenschaft

Freihampton, Pläne Wettbewerb - Grundriss

Balkonzimmer

Hier sind die Schaltzimmer vom Treppenraum aus zugänglich, aber auch über den Balkon mit den angrenzenden Wohnungen verbunden.

Steinacker, Spielplatz Kindergarten

(CH) Steinacker | Genossenschaft

Steinacker, Wohnungsgrundriss mit farbiger Markierung Schaltzimmer

Variabilität im Ausbau

Hier sind Schaltzimmer planerisch angelegt, baulich aber keine beidseitigen Verbindungen angelegt.

Bei Bedarf könnten die Zimmer relativ einfach anders zugeordnet werden mit Herstellen einer neuen Türöffnung und Schließen der bisherigen.

Bisher war dies nicht notwendig, die unterschiedlich großen Wohnungen können innerhalb der Genossenschaft getauscht werden.

Einlieger

Einfamilienhaus

Historisch wurde der Generationenwechsel räumlich mit dem „Altenteil“ gelöst.

Wenn die Kinder eine eigene Familie gegründet haben, zogen die Eltern in das kleinere Austragshaus.

In weniger wohlhabenden Familien bestand das „Altenteil“ aus einem Zimmer oder einer Bank in der warmen Stube.

#wohnkultur »thema

andere Zeiten,
andere Länder.
historische und kulturelle Unterschiede

Permoserstraße, Foto Vorgarten

Permoserstraße | Wohneigentum

Permoserstraße, Grundrisse Reihenhäuser mit Einliegerwohnung

Reihenhaus

Reihenhaus mit barrierefreier Einliegerwohnung im EG

Wohnen im Pferdestall

Pferdestall | Wohneigentum

Wohnen im Pferdestall, Grundriss mit Einlieger farbig markiert

Pferdestall

Stadthaus mit ebenerdiger Einliegerwohnung variabler Größe

Haus WW, Anbau

Haus WW | Wohneigentum

Haus WW, Grundriss, Erweiterung farbig markiert

Scheune

Ausbaufähige Scheune als künftiges Austragshaus

Geschosswohnungsbau

Das Konzept der Einliegerwohnung ist auch auf den Geschosswohnungsbau in der Stadt übertragbar, indem zwei unterschiedlich große Wohnungen kombiniert werden.

min_max, Szenario Lebenszyklus EFH min_max Geschosswohnungsbau

min_max

Im Rahmen eines Wettbewerbs entwickelten BAR Architekten ein Konzept für dem Lebenszyklus der Bewohner*innen anpassungsfähige Wohnhäuser im Geschosswohnungsbau.

min_max Szenario Generationenwohnen

Szenario Generationenwohnen

Je nach Lebensphase bewohnen die Generationen wechselweise die größere oder die kleinere Wohnung.

min_max Szenario Gemeinschaftswohnen

Szenario Gemeinschaftswohnen

Die Anpassung an Veränderung der Haushaltsgröße kann auch familienübergreifend stattfinden.

1 + 1 = 1

Teilbare Geschosswohnungen mit mehreren Eingängen

A52 ten in one, Straßenfassade

A 52 ten in one | Baugruppe

A52 ten in one, Grundriss 3.OG

ten in one

Je Geschoss gibt es eine Wohnung mit 2 Eingängen aus dem allgemeinen Treppenhaus.

Eine Einliegerwohnung variabler Größe kann abgetrennt und vermietet werden.

Überbauung Hellmutstraße, Zürich

(CH) Hellmutstraße | Genossenschaft

Hellmutstraße, Grundriss Wohnung mit Schaltzimmer, farbig markiert

1 + 1 + 1 = 1

3 Wohnungen mit eigenem Zugang aus dem Laubengang können verbunden werden, in dem die optionalen Verbindungstüren geöffnet werden

Je nach Zuordnung der beiden Schaltzimmer entstehen dabei unterschiedlich große Wohnungen.

Ackermannbogen, bepflanzte Balkone

Ackermannbogen | Bauträger

Ackermannbogen, Grundriss mit Einliegerwohnungen, farbig markiert

Laubengang

Die 1-Zimmer-Wohnungen können beidseitig mit den angrenzenden Wohnungen verbunden werden.

Ohne interne Verbindung kann das Apartment auch anderen Wohnungen im Haus zugeordnet werden, z.B. für Gäste oder als Home Office.

Atriumhaus | privat

Grafik Einlieger Maisonettewohnung

Maisonettewohnung

Wohnhaus mit drei Ebenen, im mittleren Geschoss gibt es einen zweiten Zugang.

Die untere Ebene kann unabhängig genutzt werden. Je nach Nutzung  ist es dafür nicht unbedingt erforderlich die interne Verbindungstreppe baulich zu schließen.

2 in 1

Je nach Beziehung der Bewohner ist eine abgeschlossene Wohnung mit unabhängigem Wohnungszugang nicht unbedingt erwünscht oder erforderlich. 

Damit vereinfachen sich die Anforderungen an Brand- und Schallschutz sowie Stellplätze.

Für mehr Privatsphäre kann neben zweitem Bad eine eigene Kitchenette installiert werden, alternativ können Küche und Wohnraum gemeinschaftlich benutzt werden.

Hohlstraße "Takt 9" Foto vom Gebäude

(CH) Takt 9 | Bauträger

Hohlstraße "Takt 9" Wohnungsgrundriss

2 x 1

Zwei der Zimmer liegen nahe des Wohnungseingangs und je einem der beiden Bäder. Damit entstehen innerhalb der Wohnung zwei private Individualbereiche.

Damit eignet sich die Wohnung sowohl für Familien wie auch andere Wohngemeinschaften.

Das dritte Zimmer wird durch den Wohnraum betreten, in der Zeichnung ist es als Home Office möbliert. Es könnte auch das Schlafzimmer der Eltern sein.

Steinacker, Spielplatz Kindergarten

(CH) Steinacker | Genossenschaft

Steinacker, Wohnungsgrundriss

2 x 2

In dieser Wohnung sind je zwei Zimmer einem Bad zugeordnet.

Es entstehen zwei Bereiche, die für unterschiedliche Bewohner*innen geeignet sind, Eltern und Kinder, zwei befreundete Paare, zwei alleinerziehende Eltern …

Die am Eingang liegenden Zimmer könnten auch gut als Büroräume genutzt werden.

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